Bangladesch: Verstärkt Jagd auf seltene Delfine wegen Corona

In Bangladesch werden vermehrt seltene Delfine gejagt.

Die Behörden teilten mit, den Kadaver eines Gangesdelfins am Ufer des Flusses Holda entdeckt zu haben. Das Tier sei vom Nacken bis zur Schwanzflosse aufgeschlitzt gewesen, seine Fettschicht sei entfernt worden. Das Fett der Gangesdelfine wird zur Herstellung sogenannter traditioneller Medizin genutzt. Es war der zweite derartige Fund in jüngster Zeit.

Laut der Nachrichtenagentur AFP gehen die Behörden davon aus, dass der Fall etwas mit dem Corona-Virus zu tun haben könnte. Wilderer nutzten demnach aus, dass die Polizei mit der Durchsetzung des Lockdowns beschäftigt sei.

Gangesdelfine gelten laut der Weltnaturschutzunion als stark gefährdet. Der WWF schätzt den Bestand auf 1.200 bis 1.800 Exemplare.