Bayerischer Jagdverband: Wachstums-Boom in Bayerns Wäldern hält an – Laubwald nimmt weiter deutlich zu

Waldbild mit Naturverjüngung

Feldkirchen/München (Bayerischer Jagdverband e.V.) – Ein erfreuliches Ergebnis liefert das 11. Forstliche Gutachten zur Waldverjüngung, das bereits im November im Bayerischen Landtag vorgestellt wurde. Die Waldverjüngung in Bayern befindet sich insgesamt auf dem Weg hin zu stabilen Mischwäldern, heißt es in dem Bericht. 

Waldbild mit Naturverjüngung
Waldverjüngung mit Tanne und Buche (Bild: BJV)

Das Ergebnis der Inventur zeigt, dass die in Altbeständen häufig dominierenden Fichten und Kiefern in den vergangenen 25 Jahren abgenommen haben und Tanne, Buche und Edellaubbäume zunehmen. Die Verbisssituation hat sich in den vergangenen neun Jahren bei allen Baumarten verbessert. Auch die stärker vom Verbiss gefährdeten Edellaubbäume können vielerorts in angemessener Anzahl und Verteilung hochwachsen, bestätigt der Bericht.

Eine positive Entwicklung belegt die Inventur auch für den Bergwald: Dort hat laut Bericht im Vergleich zur Verjüngungsinventur 2012 der Anteil nicht verbissener Pflanzen deutlich zugenommen. Der Anteil der Tanne ist gewachsen. Die Gutachter kommen zu dem Schluss: Waldbesitzer und Jäger hätten erneut bewiesen, dass Wald und Wild in Einklang gebracht werden können und eine gleichzeitig waid- und waldgerechte Jagd möglich sei.

Ein Ergebnis, für das nach Ansicht von Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbands, die Jägerinnen und Jäger in Bayern Lob und Anerkennung verdienen. Vocke: „Bayerns Jägerinnen und Jäger sehen die Verantwortung, die sie beim Waldbau mittragen, aber ohne die aktive Mithilfe der Waldbesitzer sind viele Ziele nicht zu erreichen. Allein der Abschuss löst keine Probleme im Wald!“ Vocke weiter: „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber um das Ziel gemischter artenreicher Wälder mit einem artenreichen Wildbestand zu erreichen müssen alle mithelfen.“