Der Jäger und die Lederhose

Lederhosen kann man fast immer tragen (Bild: BW)

Die meisten Jäger überlegen wohl irgendwann einmal, ob eine lederne Hose das richtige Beinkleid für sie bei der Jagd wäre. Tatsächlich ist eine Lederhose nicht nur praktisch, sondern sieht auch gut aus.

Lederhosen kann man fast immer tragen (Bild: BW)
Lederhosen kann man fast immer tragen (Bild: BW)

Wenn Leinen wie man sagt „edel knittert“, könnte man auch sagen, das Lederhosen „edel schmutzen“. Tatsächlich darf eine Lederhose zumindest bei der Jagd durchaus speckig sein und selbst dunkle Schweißflecken sind nicht unbedingt ein Grund, das gute Stück auszumustern.

Ein robustes Kleidungsstück für die Jagd also: Beschmiert man eine Stoffhose beim Aufbrechen mit Schweiß oder gar Pansenihalt, muss sie in die Wäsche. Eine Lederhose wischt man einfach ab. Auch Schlammspritzer sind kein Problem und an der bewährten alten Ledernen kann man sich ruhig auch einmal die Hände abwischen.

Neben den kurzen Krachledernen aus den Alpen, zu denen der „Bua“ oder das „Mannsbuid“ der sie trägt authentisch sein und auch die sonstigen Kleidungsstücke passen sollten, gibt es Lederhosen in weiteren unterschiedlichen Schnitten. Die Kniebund-Variante, mit Wadenstrümpfen getragen, wirkt etwas „trachtig“, ist aber durchaus nicht unpraktisch. Lange Lederhosen erhält man im Jeansschnitt, aber auch im „konventionellen“ Hosenschnitt, mal mit aufgesetzter Beintasche, aber auch mit Messertasche. Wer sich ein wenig umsieht, findet garantiert etwas passendes.

Lederhosen sind in der Regel gefüttert. Wer in Kunstfasern leicht schwitzt, wird an einer Lederhose mit fest eingenähtem Kunstfaserfutter nur bei kühler Witterung Freude haben. Besser ist ein herausnehmbares Baumwollfutter. Eine nicht zu dicke Hose mit einem solchen Futter ist zwar nicht das ideale Kleidungsstück bei tropischen Temperaturen, aber man kann es auch an recht warmen Tagen wenigstens einigermaßen darin aushalten.

Was man beim Kauf wissen sollte: Lederhosen „geben“ noch stärker als Jeans, dehnen sich also beim Tragen. Daher muss die neue Lederne beim Kauf knalleng sitzen, der Hosenbund darf sich nur mit Mühe schließen lassen. Das macht das Bestellen im Internet schwierig. Vielleicht schaut man sich nach einer Lederhose am besten auf einer Jagdmesse um, weil man hier meist mehrere Händler findet und bei diesen die Hosen unter fachgerechter Beratung anprobieren kann und doch mehr Auswahl hat als beim Besuch eines einzelnen Ladens.

Volker Wollny