Der Wüstenbussard oder Harris Hawk

Den Harris Hawk erkennt man leicht an seinem typischen Gefieder (Bild: Volker Wollny)

Der Harris Hawk wird bei uns erst seit einigen Jahrzehnten von Falknern geflogen und ist erst in jüngerer Zeit allgemein bekannt geworden. Dabei ist er ein sehr guter Beizvogel, der sich nicht nur für Anfänger eignet.

Den Harris Hawk erkennt man leicht an seinem typischen Gefieder (Bild: Volker Wollny)
Den Harris Hawk erkennt man leicht an seinem typischen Gefieder (Bild: Volker Wollny)

Von jeher war es so, dass Falkner, die sich vor allem am Jagen des Vogels erfreuen wollten, Falken bevorzugen und sich diejenigen, denen es auf die Beute ankommt, für einen Habicht entscheiden. Neben den Habicht ist nun der Harris Hawk getreten, den man wie jenen ebenfalls als Küchenmeister bezeichnen kann, da sich mit ihm auch sehr gut Beute machen lässt.

Der Wüstenbussard ist nicht wirklich ein Bussard (buteo) obwohl er auf Deutsch so heißt, aber auch kein Habicht (acciper), was sein englischer Name nahe legen würde, wobei er so wie Habicht und Bussard zur Familie der Habichtartigen gehört. Er gehört zur Gattung parabuteo, was so viel wie „dem Bussard ähnlich“ bedeutet.

Den Harris Hawk oder amerikanischen Wüstenbussard kann man leicht an seinem Gefieder erkennen, das deutlich bunter ist als das der anderen üblicherweise von Falknern geflogenen Vögel. Eine weitere Besonderheit dieses Vogels ist, dass er nicht wie andere Greifvögel ein Einzelgänger ist, sondern in kleinen Familienverbänden lebt und im Team jagt. Deswegen besitzt er ein gewisses Sozialverhalten und manche Falkner(innen) sagen sogar, dass er im Gegensatz zu anderen Greifvögeln zumindest ansatzweise eine Beziehung zu seinem Falkner aufbaut.

Mit dem Harris Hawk ist auch die sogenannte Kompaniejagd möglich, also das Jagen mit mehreren Vögeln gleichzeitig. Das kommt daher, dass das gemeinsame Jagen zu ihrem natürlichen Verhalten gehört und sie sich daher nicht wie andere Greifvögel gegenseitig angreifen sondern zusammenarbeiten.

Ein Harris Hawk ist in der Anschaffung verhältnismäßig günstig und schon von daher für Anfänger geeignet. Dazu kommt, dass er ein verhältnismäßig robuster Vogel ist, der nicht so schwer zu halten ist wie zum Beispiel Falken. Er reagiert auch nicht so über sensibel wie ein Falke auf optische Reize, sodass man ihn auf der Faust in der Regel nicht zu verhauben braucht.

Aufgrund seiner Unkompliziertheit wird der Wüstenbussard von manchen Falknern (bzw. Leuten, die sich für solche halten) gerne als „Hausfrauenvogel“ diffamiert. Dass er jedoch nicht nur ein für Anfänger geeigneter, sondern durchaus ein vollwertiger Beizvogel ist, zeigt, dass er auch von erfahrenen Falknern geflogen wird, vor allem auch im kommerziellen Einsatz wie zum Beispiel bei der Taubenvergrämung.

Volker Wollny

 

2) Wilde Grillsaison

Berlin (djv) – Mit dem Start in die Jagdsaison ist bundesweit wieder frisches Wildfleisch verfügbar. Der DJV stellt auf der Seite www.wild-auf-wild.de verschiedene Grillrezepte vor.

Rosmarinspieß mit Wildschwein und Orange (Bild: Kapuhs/DJV)

Am 1. Mai fällt der Startschuss für die Jagdsaison in ganz Deutschland. Rehböcke, Rot- und Damhirsche sind in vielen Bundesländern von den Behörden freigeben. Das Fleisch ist jetzt besonders zart, da die Wildtiere vor allem junge Triebe und saftiges Grün zu sich nehmen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) verweist auf seine Seite www.wild-auf-wild.de, auf der neben klassischen Wildgerichten moderne Grillrezepte vorgestellt werden.

Wild auf dem Grill: Das sind eine ganze Wildschweinkeule oder Hirschmedaillons, rustikal oder Nouvelle Cuisine. Wildfleisch ist variantenreich in der Zubereitung und kann sowohl kurz gegrillt als auch langsam und schonend im Smoker gegart werden. Wild wird zudem immer beliebter. Kein Wunder, handelt es sich doch um ein regionales und nachhaltiges Produkt, das zudem gut schmeckt und gesund ist. Nach einer aktuellen Statistik des DJV wurden etwa 24.400 Tonnen heimisches Wildbret von Wildschwein, Hirsch und Reh von den Deutschen in der Jagdsaison 2014/15 verspeist. Das sind fast 950 Tonnen mehr als im Vorjahr.

Auf www.wild-auf-wild.de gibt es neben Wildfleisch-Rezepten auch Zubereitungsempfehlungen für Gelees, Kräuterbutter und Marinaden. Über die Postleitzahlen-Suche finden Feinschmecker den nächstgelegene Jäger oder Wildbretanbieter ganz einfach. Der DJV empfiehlt zum Auftakt der Jagd- und Grillsaison „Wilde Rosmarinspieße“.