Fischotter-Bestand um 43 Tiere verringert

Kärntens Fischbestände haben sich noch nicht vom Fischotter erholt.

KÄRNTEN. Im Mai 2018 trat die Fischotter-Verordnung für Kärnten in Kraft. Im ersten Jahr wurde das Kontingent der zur Entnahme freigegeben Otter nun bereits ausgeschöpft.
„Die Umsetzung der Verordnung ist sehr gut angelaufen, aber von einer Erholung der Fischbestände in Kärnten sind wir noch weit entfernt“, informiert Jagdreferent LR Martin Gruber.

Regulierung des Bestandes

Um den Fischotterbestand zu regulieren und den Fischbeständen sowie den Gewässern in Kärnten die Möglichkeit zu geben, sich zu erholen, gab das Land Kärnten letzten Mai 43 Fischotter zur Entnahme frei. Die Hauptentnahmegebiete waren die Bezirke St. Veit, Wolfsberg und Spittal.
Dieses Kontingent wurde nun ausgeschöpft. Die Bejagung der Otter wird daher bis Mai 2019 ausgesetzt und darf erst dann weitergeführt werden. Die betroffenen Jäger sind bereits informiert.

Vor allem Lebendfallen

Bei der Bejagung der Fischotter setzten speziell geschulte Jäger vor allem auf Lebendfallen. Sie sind mit einem GPS-Sender ausgestattet und müssen zweimal täglich kontrolliert werden.
„150 Jäger haben bisher die Schulungen dafür absolviert. Das zeige auch die deutliche Bereitschaft der Jägerschaft, das Land Kärnten bei seinen Bemühungen zu unterstützen“, erklärt Gruber.

Fangquote

Die Zahl der freigegeben Fischotter wurde in Relation zum Fischotterbestand in Kärnten und der jährlichen Zuwachsrate festgelegt. Daher beträgt die Fangquote 15 Prozent der erwachsenen Tiere.
Die Otter sollen aber nicht ausgerottet sondern lediglich reduziert werden, bis das ökologische Gleichgewicht wiederhergestellt ist, betont Gruber.