Jäger sind in Österreich ein starker Wirtschaftsfaktor

WIEN. Wertschöpfung der Jagd liegt nur noch knapp unter einer Milliarde Euro pro Jahr.

Die Jagd in Österreich trägt mit rund 731 Millionen Euro zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei. Rechnet man noch die ehrenamtlichen Leistungen der Jäger hinzu, kommt man auf eine Wirtschaftsleistung von fast einer Milliarde Euro. Das geht aus einer Studie des Linzer Volkswirts Friedrich Schneider hervor, die gestern, Montag, in Wien präsentiert wurde.

Für die Studie wurden etwa der Verkauf von Jagdkarten, die Ausrüstung der Jäger und auch der Verkauf des Wildbrets mit einberechnet. So geht aus der Studie hervor, dass jährlich 67,22 Millionen Euro an Jagdpacht und Abschussgebühren an die Grundeigentümer bezahlt werden und Wildbret im Wert von 34 Millionen Euro produziert wird.

Die Jagd hat entsprechende steuerliche Effekte. In Summe sind das laut Studie 146,34 Millionen Euro an indirekten und 126,47 Millionen Euro an direkten Steuern, die von den Jägern und den mit der Jagd verbundenen Unternehmen aufgebracht werden. Durch die 731 Millionen Euro, die die Jagd zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt, werden außerdem 5800 Arbeitsplätze gesichert.

„Mich haben die Ergebnisse der Studie selbst überrascht“, sagt Ökonom Schneider im Gespräch mit den OÖNachrichten. Er hätte die Wirtschaftsleistung der Jagd eher um ein Drittel niedriger geschätzt.

Anton Larcher vom Dachverband „Jagd Österreich“ verwies darüber hinaus auf die ehrenamtliche Arbeit der Jäger hin. Die rund 127.000 Jäger leisteten nach internen Schätzungen der Jagdverbände etwa 10,6 Millionen Stunden pro Jahr. Das entspreche einer Arbeitsleistung von etwa 5300 Berufsjägern, so Larcher.