Jagd als großer Wirtschaftsfaktor

Neuburg. Schloss Grünau kehrt an diesem Wochenende zu seinen Wurzeln zurück und wird zum Jagdsitz. Aber nicht die Wittelsbacher sind wieder eingezogen, die fünften internationalen Jagd- und Fischereitage haben am Freitagvormittag ihre Türen geöffnet. Mit dabei: Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Prinz Leopold von Bayern.

Rund um das ehemalige Jagd- und Lustschloss aus dem 16. Jahrhundert sind große Zelte aufgestellt, in denen sich über 350 Aussteller präsentieren. Meist natürlich, um ihre Waren an die Jägerin und den Jäger zu bringen. Aber, das wollte Organisator Hans-Joachim Reich betonen: „Das hier ist keine komerzielle Sache.“ Vielmehr gehe es ihm darum, die Jagd und ihre Facetten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dann müsse man „weniger Argumente“ bringen, um Jagdgegner zu überzeugen.

Jägerei und Fischerei hätten in Bayern eine große Bedeutung, nicht nur durch die Tradition, sondern auch kulturell, sagten sowohl Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber wie Jägerpräsident Jürgen Vocke.

Was mit der Jagd alles zusammenhänge, zeige man mit den Jagdtagen, die noch das ganze Wochenende über auf Schloss Grünau stattfinden – und sich hier nach dem Willen der Organisatoren etablieren soll. Bis zum vergangenen Jahr war die Messe auf Schloss Ellingen (Mittelfranken) bei der Fürstenfamilie von Wrede. Die war nun am Freitag auch eingeladen – und gekommen.