Muss das sein? Der Bürger im Visier des Jägers

Ob das eine gute Idee war, den Betrachter in die Mündung eines Jagdgewehrs gucken zu lassen?

Etwas unpassend fanden einige Leute – und nicht zuletzt auch Jäger – das Werbeplakat der diesjährigen Messe Jagd und Fischerei Ulm.

Ob das eine gute Idee war, den Betrachter in die Mündung eines Jagdgewehrs gucken zu lassen?
Ob das eine gute Idee war, den Betrachter in die Mündung eines Jagdgewehrs gucken zu lassen?

So mancher Jäger – auch einer meiner Jagdfreunde – mag es ja in Ordnung finden, wenn man auf dem Plakat für eine Jagdausstellung einen Jäger mit Gewehr im Anschlag sieht. Allerdings sollte man sich da einmal in den nicht jagenden Betrachter versetzen, der das Plakat im öffentlichen Raum hängen sieht und quasi in die Mündung der Doppelbüchse des abgebildeten Jägers guckt.

Das Ansehen der Jagd ist in der Bevölkerung zwar nicht so schlecht, wie uns Jagdgegner weismachen wollen und womöglich haben sich auch nicht gar so viele unvoreingenommene Normalbürger etwas Böses bei dem Plakat gedacht. Das eigentliche Problem dabei besteht darin, dass Jagdgegner ein solches Bild als Bestätigung des Klischees vom mörderischen Jäger auffassen und für ihre Zwecke ausschlachten könnten.

Volker Wollny