NABU fordert Importverbot für Jagdtrophäen

NABU und Co. sind wieder einmal dabei, gefährdete Tierarten kaputt zu schützen. Anlässlich der Übergabe von 189.000 Unterschriften in Bonn forderte der Verband zusammen mit dem Deutschen Naturschutzring, dem Deutsche Tierschutzbund, dem IFAW, Pro Wildlife, Rettet den Regenwald, Rettet die Elefanten Afrikas und Vier Pfoten das Verbot des Importes von Jagdtrophäen gefährdeter Tierarten.

Angeblich seien 86% der Bevölkerung gegen die „Hobbyjagd“ auf Tierarten, die von der Ausrottung bedroht sind. Wenn auch die Masse der Menschen, die von der Jagd und den Zusammenhängen bei der Trophäenjagd auf exotische Tiere nichts versteht, eine solche Meinung hat, sollten die so genannten Naturschützer es besser wissen: In vielen Fällen lässt sich nur mit dem Verkauf von Abschüssen das Geld erwirtschaften, welches man braucht, um eine Tierart vor der Ausrottung zu bewahren, indem man sie unter anderem vor Wilderern schützt. So geht es den Löwen in Ländern besser, in denen sie gejagt werden. Wo sie nicht gejagt werden, werden sie oft von Viehhaltern getötet, da sie Schaden an Nutztieren verursachen. Der Staat hat dort wenig Interesse, die Tiere zu schützen, da sie keine Devisenquelle darstellen. Wo sie jedoch wegen der Trophäen von Jagdtouristen gejagt werden, ist auch Geld für ihren Schutz da.

Volker Wollny