Naturschützer klagen gegen Abschuss von Wölfen in Norwegen

Norwegische Naturschützer wollen ihn gegen die Jagd geschützt wissen (Bild: christels/pixabay, Lizenz: PD)

Oslo (dpa) – Naturschützer ziehen in Norwegen gegen den Abschuss von Wölfen vor Gericht. Die Organisation WWF verklagt den norwegischen Staat, weil dieser immer mehr Tiere zur Jagd freigibt. «Genug ist genug. Wir haben alles andere versucht. Die Wolfsjagd ist gegen das Gesetz und muss gestoppt werden, bevor es zu spät ist, eine hochbedrohte Spezies zu retten», erklärte die umweltpolitische Sprecherin des WWF Norwegen, Ingrid Lomelde.

Norwegische Naturschützer wollen ihn gegen die Jagd geschützt wissen (Bild: christels/pixabay, Lizenz: PD)
Norwegische Naturschützer wollen ihn gegen die Jagd geschützt wissen (Bild: christels/pixabay, Lizenz: PD)

Norwegens Jäger dürfen in diesem Winter außerhalb einer Schutzzone bis zu 26 Wölfe töten. Gerne würden sie auch innerhalb der Zone an der südlichen Grenze zu Schweden Tiere schießen. Ob das erlaubt wird, will die Regierung bis zum Jahreswechsel entscheiden.

«Die derzeitige Situation ist eine Katastrophe für den hochbedrohten Wolf – und peinlich für Norwegen als selbsternannter Umweltchampion», erklärte Lomelde. Seit Oktober seien bereits fünf Wölfe getötet worden.

In der Jagdsaison 2016/17 waren acht Wölfe geschossen und zehn weitere bei anderen Gelegenheiten getötet worden. Bis Ende Juli dieses Jahres wurden in Norwegen bereits 379 Schafe von Wölfen gerissen. Die Zahl der Vorfälle steigt.