Hochsitze anzünden: Sachbeschädigung oder Brandstiftung?

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Sind Hochsitze im Sinne des Strafgesetzbuchs Hütten oder nicht? Damit hat sich nun der Bundesgerichtshof (BGH) beschäftigt. Vorausgegangen war das Urteil gegen einen ehemailigen Polizisten und Jäger, welcher sechs Hochsitze in Brand gesetzt hatte. Das Landgericht Lüneburg hatte ihn dafür nach § 306 I Nr. 1 StGB zu Brandstiftung verurteilt, statt nur Sachbeschädigung. Der Beklagte war dagegen in Revision gegangen, so „Legal Tribune Online“.

Hütten dürfen nicht mobil sein und müssen mit Boden verbunden sein

Laut „beck-aktuell“ teilte der BGH die Ansicht des Landgerichts und der Generalbundesanwaltschaft, dass eine Kanzel ein unbewegliches Gebäude mit kleineren Abmessungen ist, die zum Aufenthalt von Menschen bestimmt sei und es sich demnach um eine Hütte handelt. Eine Kanzel verfüge über ein Dach, Wände und Türen, und sei damit abgeschlossen. Auch die Erdverbundenheit ist laut BGH gegeben, weil der Hochsitz entweder mittels einer Verankerung oder aufgrund seines Eigengewichts fest mit dem Erdboden verbunden sei. Wer eine geschlossene Kanzel anzündet, begeht demnach nicht nur Sachbeschädigung, sondern Brandstiftung.


Source: Jagd Erleben

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