Muntjaks in Schleswig-Holstein: Ministerium erlaubt den Abschuss

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Mit einer Allgemeinverfügung hat Schleswig-Holstein nun den Abschuss der Muntjaks erlaubt. Seit 2015 wurden die Tiere gesichtet und teilweise eingefangen. Muntjaks werden in der EU als invasiv eingestuft, da sie in möglicher Nahrungskonkurrenz zum Rehwild stehen und sich ihr selektiver Fraß von Jungpflanzen negativ auf Vegetationsstrukturen auswirken könnte, so der Landesjagdverband Schleswig-Holstein. Forscher der Uni Kiel gehen davon aus, dass es bereits eine reproduzierende Freilandpopulation in Deutschland gibt und daher von einer aktuellen Invasionsgefährdung ausgegangen werden muss. Die Experten empfahlen daher, dass ein schnelles und entschiedenes Handeln erforderlich sei. Dieser Einschätzung folgte nun das LLUR.

Trichinen-Untersuchung bei Verzehr notwendig

Durch die Allgemeinverfügung ist es Jagdausübungsberechtigten erlaubt, die Tiere zu erlegen und sich geschossene sowie verendete Tiere anzueignen. Belange des Tierschutzes (bspw. Muttertierschutz) müssen dabei jedoch beachtet werden. Es dürfen nur Langwaffen verwendetet werden, die nach jagd- bzw. waffenrechtlichen Vorschriften zu Jagdausübung zulässig sind. Außerdem darf nur Büchsenmunition verwendet werden, deren Auftreffenergie in analoger Anwendung des § 19 Abs. 1 Nr. 2 a BJagdG auf 100 Meter (E 100) mindestens 1.000 Joule beträgt („rehwildtaugliches Kaliber“). Sollten die Muntjaks zu Lebensmittelzwecken verwendet werden, müssen die Tiere einer Untersuchung auf Trichinen unterzogen werden.


Source: Jagd Erleben

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