Wildbret: Untersuchung von Wildfleisch auf Glyphosat notwendig?

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Ist Wildbret mit Pestizidrückständen belastet? Mit diesem Thema musste sich nun, nach einer Anfrage durch den Grünen-Abgeordneten Paul Knoblach, die Bayerische Staatsregierung beschäftigen. Der Politiker wollte außerdem wissen, ob eine Notwendigkeit besteht, Wildfleisch auch explizit auf Glyphosatrückstände zu testen.

Wildbret auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht

Das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gibt dazu an, dass zwischen 2018 und 2020 im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 79 Proben Wildschwein und 99 Proben Wildfleisch (Dam-, Reh- und Rotwild) auf ihren Gehalt an Pflanzenschutzmittelrückständen untersucht worden seien. „Dabei hat das LGL in insgesamt 42 Proben (37 davon Schwarzwild) Rückstände der Stoffe Hexachlorcyclohexan, Lindan und DDT nachgewiesen. Diese Substanzen sind schwer abbaubar, als Altlasten in den Böden immer noch vorhanden und werden deshalb von Wildtieren (insbesondere von Wildschweinen) aufgenommen“, erläutert das Ministerium. Bei insgesamt sechs Proben sei eine Überschreitung der geltenden Höchstwerte festgestellt worden.

Untersuchung auf Glyphosat nicht notwendig

Eine Untersuchung auf Glyphosat-Belastung sieht das Staatsministerium mit Verweis auf das Bundesinstitut für Risikobewertung nicht als notwendig an. Glyphosat werde im tierischen Organismus nicht metabolisiert und daher auch nicht im Fleisch angereichert. Nach Einschätzung des LGL sei durch das Ernährungsverhalten von Wildtieren ohnehin nicht von einer Belastung mit Glyphosat im Wildbret auszugehen. Eine entsprechende Untersuchung des Fleisches sei daher nicht notwendig, so das Ministerium.


Source: Jagd Erleben

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