Niedersachsen: Jäger erschießt Kollegen bei der Jagd

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Das Symbolbild zeigt einen Jäger bei der Jagd. In einem Wald in Marklohe soll ein Jäger einen Kollegen erschossen haben, weil er ihn mit einem Tier verwechselt hat.

 
 
 

Die beiden Männer waren unabhängig voneinander auf der Jagd in einem Wald in Marklohe. Der Schütze soll sein Opfer mit einem Tier verwechselt haben.

Ein 64 Jahre alter Jäger hat in Niedersachsen einen Kollegen während der Jagd mit einem Schuss getroffen und dadurch getötet. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden am Montag sagte, ereignete sich der Vorfall am Sonntag in der Gemeinde Marklohe. Zu den näheren Umständen machte der Sprecher keine Angaben.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur waren die beiden Männer am Sonntagabend unabhängig voneinander und ohne Kenntnis über die Pläne des jeweils anderen in einem Waldstück auf der Jagd gewesen. Gegen 19 Uhr habe der 64-Jährige in größerer Entfernung etwas gesehen, was er in der Dämmerung für ein Stück Wild hielt, und daraufhin einen Schuss abgefeuert. Dabei traf er den 44 Jahre alten anderen Jäger.

Der Schütze habe selbst die Polizei gerufen, hieß es. Als die Beamten und Rettungskräfte in dem Waldstück eintrafen, war der Mann bereits tot. Sein Leichnam soll obduziert werden. Gegen den 64-Jährigen wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Der Mann befindet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß.