Pinneberg: Reh-Jagd auf dem Friedhof

Weil die Tiere Schäden an Gräbern anrichten, greift Pinneberg zu drastischen Maßnahmen. Beschwert hatten sich vor allem Trauernde, die vor kurzem einen geliebten Menschen verloren haben.

Pinneberg. Wegen der Schäden an Gräbern durch Rehe lässt die Stadt Pinneberg die Tiere auf dem städtischen Friedhof nun bejagen. Im Mai seien zwei Böcke geschossen worden, sagte Stadtsprecherin Maren Uschkurat am Freitag. Die Entscheidung zur Bejagung sei nach langen Überlegungen getroffen worden. Versuche die Rehe zu vertreiben, seien erfolglos geblieben. Die Tiere kehrten trotz der Umzäunung wieder zurück. Die Klagen seien vor allem von trauernden Menschen gekommen, die ein noch frisches Grab pflegten.
Ein Reh wurde krank gefunden

Die Jagdregeln würden genau eingehalten werden, betonte die Sprecherin. Zurzeit dürften nur Böcke und sogenannte nicht tragende, sogenannte Schmalrehe geschossen werden. Vor dem Einsatz des Jägers werde der 15 Hektar große Wald- und Parkfriedhof für Besucher gesperrt. Bislang seien nur die beiden Böcke erlegt worden. Ein drittes Reh sei krank gefunden worden und in einer Tieraufzuchtstation verendet.