Schopfheim: „Die Täter werden uns nicht an der Jagd hindern“

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Schopfheim (ma). Für Peter Meßmer und seine Kollegen von der Jägerschaft ist es ein Riesenärgernis: „Wir haben in den letzten zwei Monaten massiv Probleme, weil unsere Hochsitze zerstört werden.“ Allein in seinem Revier, dem Entegast, seien acht Hochsitze beschädigt worden, berichtet Peter Meßmer.

Auch in den Revieren Schopfheim-Dinkelberg, Langenau, Fahrnau und Maulburg-Scheinberg seien Hochsitze umgeworfen worden, oder die Spanngurte wurden gelockert, offensichtlich in der Hoffnung, dass der Hochsitz umfällt, wenn der Jäger hinaufsteigt. „Der oder die Täter nehmen somit Verletzungen in Kauf“, beschreibt Meßmer die Gefährlichkeit der kriminellen Aktion. Darüber hinaus seien Wildkameras gestohlen worden, so dass es sich bislang allein im Ente­gast um einen Schaden von rund 2000 Euro handele.

„Wir Jäger bitten die Waldbesucher, ein offenes Auge zu haben und den Jägern oder der Polizei Beobachtungen zu melden“, schlägt Peter Meßmer Alarm. Die Straftaten seien bei der Polizei angezeigt worden.

Meßmer versteht die Taten als Versuch, die Jäger von der Jagd abzuhalten. Das aber werde nicht gelingen. „Der oder die Täter werden uns nicht daran hindern, die Jagd weiter auszuüben“, betont Meßmer. Die Jagd diene dem Gemeinwohl, Land- und Forstwirtschaft seien ohne sie nicht möglich. „Wenn wir nicht jagen, kann der Wald nicht wachsen“, so Meßmer. Zudem lieferten die Jäger mit dem Wildbret ein hochwertiges Nahrungsmittel. „Mehr bio geht nicht.“

Jagschulinhaber Peter Meßmer unterstreicht, dass es bislang noch nie Probleme gab. „Ich habe das Entegast-Revier seit 14 Jahren, und es war zwischen Waldbesitzern und Jägern immer ein gutes Auskommen.“

Die Jägerschaft hat eine Belohnung in Höhe von 1500 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. Peter Meßmer, Tel. 0173 / 30 75 909, ist dankbar für Infos.