Schwarzwild: Bayerische Jäger erzielen Rekordstrecke

17 Millionen Euro war die Schwarzwildjagd in Bayern wert (Bild: Volker Wollny)

München (LJV Bayern) – Die Bayerischen Jägerinnen und Jäger erzielten in dem vergangenen Jagdjahr 2015/16 eine Rekordschwarzwildstrecke von über 85.000 Stück Schwarzkittel.

17 Millionen Euro war die Schwarzwildjagd in Bayern wert (Bild: Volker Wollny)
17 Millionen Euro war die Schwarzwildjagd in Bayern wert (Bild: Volker Wollny)

Die Streckenliste des vergangenen Jagdjahres 2015/6 bricht im Bereich des Schwarzwildes alle Rekorde: Mit einer Stückzahl von 85.436 Stück Wildschweinen, erlegten die Bayerischen Jägerinnen und Jägern so viel Schwarzwild wie nie zuvor. Die seit dem Jahr 2000 (mit Ausnahme des Jahres 2006/7) anwachsende Strecke hat ein Maximum erreicht.

Maximaler Maisanbau, maximale Schwarzwildstrecke

Durch den großflächigen Anbau von Mais wurde die Ernährungsbasis der Wildschweine wiederum deutlich erweitert. Der maximale Maisanbau sorgt für ein Überangebot an Sommereinständen und Ernährung: Der Tisch für die Schwarzkittel war reich gedeckt.

Ehrenamtliche Dienstleistung bayerischer Jäger: Schwarzwild-Jagd in Bayern ist über 17 Millionen Euro wert

Die freiwillige Arbeit von Jägern zum Schutz und Management unserer Tierarten und Lebensräume, ist unvergleichbar groß. So ist allein die Arbeit im Bereich der Schwarzwild-Bejagung für das vergangene Jagdjahr über 17 Millionen Euro wert. Diese Summe müsste der Staat, beziehungsweise die Grundeigentümer, für Berufsjäger aufbringen – gäbe es die privaten Jägern und ihre ehrenamtliche Dienstleistung nicht.

Präsident des Bayerischen Jagdverbandes, Prof. Dr. Jürgen Vocke, MdL a.D.: „Der Einsatz unserer Jägerinnen und Jägern in Bayern ist immens. Betrachtet man die Streckenzahlen, so sind wir an einem absoluten Höhepunkt angekommen. Die stetig steigenden Abschusszahlen im Bereich der Schwarzkittel belegen die abertausenden Stunden, die die Jäger jährlich auf sich nehmen, um die zunehmende Schwarzwildpopulation einzudämmen und damit auch die einhergehenden Schäden in der Landwirtschaft – eine freiwillige Dienstleistung für die Gesellschaft. Würde man diese Stunden mit dem Stundenlohn eines staatlichen Berufsjägers aufrechnen, müssten die Landwirte als Verpächter tief in die Tasche greifen.“