Sulz a. N.: Chöre stimmen auf die Jagd ein

Dornhan-Leinstetten. Pünktlich am späten Samstagnachmittag starteten die Sänger des Liederkranzes Leinstetten mit Mitgliedern und Freunden zu einem „Halali – Jagdkonzert“ nach Zimmern unter der Burg. Sie folgten damit einer Einladung des dortigen Männergesangvereins.

Das Programm, das ganz unter dem Motto „Jagd“ stand, startete passend mit der Parforcehorngruppe aus Schömberg unter Leitung von Hermann Sauter. Neun Männer und eine Frau bliesen beeindruckend das nicht einfach zu spielende Instrument. Das Parforcehorn diente früher der Jagd und ist ein Vorläufer des Waldhorns.

Eine Parforcejagd war eine Hetzjagd, bei der die jagenden Hunde zu Pferd begleitet wurden. Sie war im 17. und 18. Jahrhundert vor allem an den europäischen Fürstenhäusern sehr beliebt.

Mit dem Stück Kurfürstenfanfare von Reinhold Stief begannen die Bläser das Programm. Vorsitzender Julius Dietzel begrüßte die Gäste.

Die Sänger des Liederkranzes Zimmern und Dunningen unter Leitung von Marcel Dreiling führten mit einem eindrucksvollen Repertoire in die herbstliche Zeit ein.

Den Auftritt der Leinstetter Sänger begann Helmut Küsel mit der Vorstellung des Chors mit 24 Sängern im Alter von 22 bis 82 Jahren. Der Kontakt mit dem Gesangverein in Zimmern kam 2018 bei der Kirbe durch Dirigent Michael Bühler zustande. Mit ihm habe der Leinstetter Männergesangverein, so Helmut Küsel, einen Glücksgriff getan.

Stimmgewaltig und mit großer Begeisterung begannen die Leinstetter ihre Auswahl an mitgebrachtem Liedgut, darunter „Wie herrlich ist’s im Wald“ oder „Der Jäger in dem grünen Wald“. Ganz besonders begeisterte das Publikum „Die Diplomatenjagd“ von Reinhard Mey. In dieser ging es „durch Felder und Auen, auf haarige Sauen, und selbst den klapprigen Ahnherr von Kieselknirsch trägt man auf der Bahre zur Pirsch“.

Nicht nur fröhliche Weisen wurden vorgetragen. Das Abschiedslied „Der Bajazzo“ berührte die Herzen der Zuhörer, und auch dafür gab es einen riesigen Beifall. Ohne Zugabe durften die Sänger die Bühne nicht verlassen.

Gemeinsames Singen mit allen teilnehmenden Sängern bereicherte den Abend und war nochmals ein Höhepunkt.