Traurige Botschaft für Weihnachtsmann: Ren-Herden in Gefahr

Gefährdet: Das Ren oder Karibu (Bild: Jon Nickles, U.S. Fish and Wildlife Service/PD)

Berlin (dpa) – Der Weihnachtsmann könnte zunehmend Probleme mit seinem Schlittengespann bekommen: Die Zahl der Rener geht nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF teils dramatisch zurück.

Gefährdet: Das Ren oder Karibu (Bild: Jon Nickles, U.S. Fish and Wildlife Service/PD)
Gefährdet: Das Ren oder Karibu (Bild: Jon Nickles, U.S. Fish and Wildlife Service/PD)

So habe das Komitee zum Stand der bedrohten Tierwelt (COSEWIC) Rener in Kanada gerade als gefährdete Art eingestuft, sagte Arnulf Köhncke, Artenschutzexperte beim WWF Deutschland am Dienstag. Einige Ren-Herden seien bereits um mehr als 90 Prozent geschrumpft.

Vor allem steigende Temperaturen erschwerten den Tieren die Futtersuche, erklärt Köhncke. Rener schaben mit ihren Hufen den Schnee beiseite, um Pflanzen zu finden. Mildere Temperaturen bedeuteten jedoch mehr Regen. Gefriert er auf dem Boden, überzieht eine Eisschicht die Futterpflanzen. Im schlimmsten Fall verhungerten die Tiere. Ein Problem für die Herden sei in Kanada auch schwindender Lebensraum – zum Beispiel durch wachsende Bergbaugebiete.

Rener oder Karibus gehören zur Familie der Hirsche und leben in Kanada, den USA, Skandinavien und Russland. Sie sind oft mit Weihnachtserzählungen verknüpft. Zu den bekannten Vertretern zählt Rudolph, das Rentier mit der roten Nase.