Verbände fordern: Wolf zur Jagd freigeben

Der Managementplan für den Umgang mit dem Wolf in Mecklenburg-Vorpommern muss überarbeitet werden. Das fordern 14 Verbände von Landnutzern und Weidetierhaltern erstmals in einem gemeinsamen Positionspapier, das sie am Montag in Groß Görnow bei Sternberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) vorgestellt haben.

Neuer Umgang mit Wolf gefordert

Der Wolf sei im baltisch-osteuropäischen Raum keine gefährdete Art mehr und müsse deshalb perspektivisch ins Jagdrecht aufgenommen werden, heißt es in dem Papier. „Wir wollen, dass der Wolf so behandelt wird wie andere Wildtiere auch“, erläuterte der Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Detlef Kurreck, die Forderung.

Schutzstatus soll aberkannt werden

Das Positionspapier richtet sich an die Landes- und Bundespolitiker. Die werden aufgefordert, durch eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes und eine Wolfsverordnung im Land, Rechtssicherheit für die Bejagung der Tiere zu schaffen, indem der aktuell strenge Schutzstatus aberkannt wird. Es gehe nicht darum, dem Wolf seine Daseinsberechtigung zu nehmen, sondern die stetig wachsende Population in den Griff zu bekommen.

Zahl der Risse steigen

Hintergrund des Papiers sind jährlich steigende Zahlen von Rindern, Schafen, Damwild und anderen Nutztieren, die dem Wolf zum Opfer fallen. 2019 gab es laut Ministerium bislang 16 Wolfsangriffe mit 74 getöteten und verletzten Nutztieren im Nordosten. Seit 2001 sind mehr als 600 Schafe, aber auch Rinder, Rentiere und ein Pferd von Wölfen attackiert worden.

Bundesweit gibt es derzeit etwa 800 Wölfe, 60 davon hier im Land.