Waldweihrauch: Räucherwerk aus dem Wald

Harz von Nadelbäumen...

Im Wald kann man nicht nur jagen, sondern auch allerhand sammeln: Pilze, Kräuter beispielsweise; aber auch Harz, um es als Räucherwerk zu verwenden.

Harz von Nadelbäumen...
Harz von Nadelbäumen…

Als Räucherwerk eignet sich am besten ausgehärtetes Harz von alten Verletzung der Rinde. Man kann es, ggf. mit Hilfe einer stabilen Messerklinge oder etwas ähnlichem, abbrechen und in einem Behältnis sammeln. Tut man das an bereits gefällten Bäumen oder Baumstümpfen, schadet man damit auf keinen Fall einem lebenden Baum.

Das gesammelte Harz kann man dann wie gekauftes Räucherwerk verwenden; zum Beispiel in einer Räucherschale. In eine feuerfeste Schale – im Bild ist sie aus Schmiedeeisen – kommt etwas Sand und darauf eine Holzkohletablette wie man sie auch zum Shisha rauchen verwendet. Diese Holzkohletabletten lassen sich leicht mit einem Feuerzeug anzünden, weil sie Schießpulver enthalten.

… eignet sich wunderbar zum Räuchern
… eignet sich wunderbar zum Räuchern

Wenn die Holzkohle gut durchgeglüht ist, legt man einfach etwas von dem Harz darauf. Fichtenharz riecht sehr ähnlich wie richtiger Weihrauch. Harz von anderen Nadelbäumen, etwa Kiefer oder Lärche, geht auch, ich habe es aber noch nicht selbst ausprobiert. Sowie ich welches finde, werde ich es natürlich auch zum Räuchern nehmen, nicht zuletzt, um herauszufinden, wie sich dessen Geruch von dem von Fichtenharz unterscheidet.

Volker Wollny