Wildschweine „besetzen“ Dorf – Lüneburg bläst zur Jagd

Lüneburg. Wildschweine sind aus einem Ortsteil von Lüneburg und angrenzenden Wäldern vertrieben und dann erschossen worden. Die Tiere waren tagsüber durch Ochtmissen spaziert und hatten dort Spielplätze und Vorgärten umgepflügt, wie eine Sprecherin der Stadt mitteilte. Im Vordergrund habe aber die Sicherheit der Bürger vor den Tieren gestanden.

Bis zu 100 Tiere im Dorf

„Auffällig war, dass die Tiere durch die Straßen gelaufen sind und erhebliche Schäden etwa auf dem Sportplatz angerichtet haben», sagte Ochtmissens Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz. Ihre Zahl sei schwer zu schätzen, meinte er. Es könnten 80, aber auch 100 oder gar mehr gewesen sein. Zur Strecke gebracht wurden am Ende drei Tiere, darunter ein mächtiger Keiler.

80 Jäger beteiligt

An der Jagd am Freitag waren insgesamt rund 80 Jäger, Treiber und Ordner beteiligt. Zuvor wurden Warnschilder aufgestellt und Wege gesperrt.

Die Aktion war nach Angaben der Sprecherin gemeinsam von Jägern, Anwohnern und Fachleuten von Stadt und Landkreis vorbereitet worden. Auch zwei Füchse wurden am Freitag erlegt.