Wolfs-Killer soll vor Gericht

Potsdam – Bei einer Drückjagd im Januar 2019 tötete der Jäger Johannes B. (52) in der Nähe von Rädigke (Brandenburg) einen Wolf. Deshalb soll er jetzt vor Gericht!

Die Staatsanwaltschaft Potsdam will Anklage gegen den Jäger erheben. Er habe das Tier nicht schießen dürfen – obwohl der Wolf mehrere Jagdhunde attackiert hatte.

Torsten Reinwald (48), Sprecher des Deutschen Jagdverbands: „Demnach wäre der Wolf ein wertvolleres, schützenswerteres Tier als der Jagdhund.“ Erst im Dezember hatte der Bundestag beschlossen, dass Wölfe leichter geschossen werden dürfen – etwa, wenn sie Nutztiere bedrohen.

Die Staatsanwaltschaft wollte das Verfahren am Montag nicht kommentieren.